10 Jahre CSD Darmstadt: Wir kämpfen. Wir feiern. Zusammen.

Die größte queere Community in Hessen hat zum 10. Mal in Darmstadt einen CSD ausgerichtet (Christopher Street Day). An sich wollte ich keine Bilder machen, einfach nur mitlaufen und die Community unterstützen. Aber wie das so ist, Knipser eingepackt, mich der Bahn anvertraut und den Zug nach Darmstadt genommen. Und ich muss gestehen, gut, dass ich mich entschlossen habe ihn mitzunehmen.

CSD Darmstadt
Die längste Regenbogenflagge Hessens

Wir kämpfen. Wir feiern. Zusammen.

Seit die AfD im Schlepptau mit den Evangelikalen mobil gegen die Vielfalt der Menschheit zu Felde zieht, rumort es in der queeren Community. Einen Vorgeschmack auf das, was da auf Deutschland und die queere Community zukommt, bekam man im Mai, als während einer Bundestagssitzung aus den Reihen der AfD Anmerkungen und Zwischenrufe zu besten gegeben wurden, die man vielleicht im Osten Europas vermutet, wo sich Parlamentarier während einer Sitzung prügeln, aber nicht im Deutschen Bundestag.
Interessant auch, dass die Vorzeige-Lesbe der AfD, Alice Weidel, nie bei queeren Entscheidungen anwesend ist, durch Abwesenheit glänzt. So muss in schöner Regelmäßigkeit Beatrix von Storch in die Breche springen und gegen §3+ zu Felde ziehen.

In der CSD-Kundgebung vor der Demo wurde nicht nur rückblickend auf den Werdegang des CSD in Darmstadt geschaut, auch richtete man den Blick nach vorn und man ließ das rechte Lager wissen, dass sobald sie auftauchen, sich zusammenrotten und verlogene “Tatsachen” verbreiten wollen, sich ihnen die Queere Community in Darmstadt entgegenstellt. “Wir können auch anders” und “Wir kämpfen. Wir feiern. Zusammen.” so die nicht zu überhörende Botschaft. Die queere Community mit Unterstützer:innen jubelte den Sprecher:innen auf dem Karolinenplatz zu. Hier ist für braunes Gedankengut Endstation. good

Der 10. CSD: Anders, dennoch gelungen

Durch Corona musste der CSD anders geplant und organisiert werden. Auf dem Karolinenplatz wurden Felder eingezeichnet, wo sich dann die einzelnen Gruppen einfanden. Pro Feld vielleicht 50 Leute und in einem gebührenden Abstand liefen dann die einzelnen Gruppen los.
Viele Helferzellen waren nötig und auch zur Stelle, organisierten alles und sorgten dafür, dass die Regeln eingehalten wurden. Eine organisatorische Meisterleistung. Und es hat dennoch Spaß gemacht mit einem Wir-Gefühl durch Darmstadt zu laufen. Die Streckenführung war sehr gut ausgewählt, keine enge Gassen, wo sich dann alles staut und der Abstand nicht eingehalten werden konnte. Und dennoch mittendrin im neuen Welterbe.

vielbunt: Die Queere Community in Darmstadt

CSD vielbunt
Die Vorstände von CSD Darmstadt und vielbunt

Natürlich geht ein Bericht nicht ohne Bilder. Neben dem CSD-Zug sind auch Menschen am Rande des Geschehen abgelichtet worden. Tanzszenen, mit eindeutigen Botschaften, sind in ihrer gänzlichen Schönheit nur bedingt abzulichten. Mein Knipser kann zwar auch Filme aufnehmen, aber ich nicht. Das ist nicht meine Welt. Ich hoffe, die Bilder erzählen mehr als die Buchstabenaneinanderreihung in diesem Beitrag und sie machen Appetit auf “dabei sein” im nächsten Jahr. Wenn nicht in Darmstadt dann vielleicht anderswo.

Aus gegebenen Anlass wird es hier und im Blog “ANDERSraum” eine kleine vielbunt-Reihe mit dem Vorstand von vielbunt, Alexander Arnold und Heidi Schweitzer, geben. (nach meinem Urlaub)


CSD Darmstadt: Picture Music


Nachgang

Ein Dank an die Vereine CSD Darmstadt und vielbunt mit den vielen Helferzellen, die den CSD großartig planten. Und an die Teilnehmer:innen des diesjährigen CSD in Darmstadt geht ein: Das war spitze. Ihr wart einfach fantastisch. thx.

Warum erst jetzt die Bilder?
Beim Überspielen der Dateien von der Speicherkarte auf die Festplatte hat es einen Crash gegeben. Die Bilder schienen rettungslos verloren. Ich konnte sie dann mit dem Datenwiederherstellungsprogramm EaseUS wieder herstellen. Mit dem kostenlosen Tool Recuva hat es hingegen nicht funktioniert.

Mehr Bilder: Google Drive (bis 01.12.2021)

cu bis zum nächsten Mal. bye2

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